WEIHRAUCH (Heilpflanze Dezember)

HEILPFLANZE DES MONATS DEZEMBER:Weihrauch
Weihrauchbaum / Boswellia serrata

Familie:
Balsambaumgewächse (Burseraceae)

Vorkommen
Trockengebiete z.B.im Oman, Jemen, Somalia und Indien

Besonderheiten:
Weihrauchbäume wachsen unter sehr nährstoffarmen Bedingungen in Karglandschaften, zwischen Felsen und Klippen, auf Höhen bis 1200m.

Kultisches:
Im alten Agypten wurden hochrangige Personen mit Weihrauch einbalsamiert.
Im Mittelalter wurde Weihrauch, außer zu rituellen Handlungen, auch zur Luftverbesserung verräuchert, um den Kloakengestank in den Städten zu überdecken.

Religiöses:
In der katholischen und orthodoxen Kirche werden die Gläubigen während der Messe „beweihräuchert“, als Ausdruck von Verehrung und als Segnung oder Reinigung.

Wirkungsweise:
Zur Anwendung kommt das milchige, im getrockneten Zustand bernsteinfarbige Harz aus der Baumrinde. Die darin enthaltenen Boswelliasäuren bewirken eine Hemmung der Leukotrienproduktion, welche für die Aufrechterhaltung von chronischen Entzündungen verantwortlich ist.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde
Weihrauch wird im Orient und in Indien seit 5000 Jahren wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung hoch geschätzt.
In der europäischen Heilkunde fand Weihrauch erst um 1800 n.Chr. Einzug und geriet durch die Entdeckung von Cortison und Antibiotika in Vergessenheit.

In der heutigen Naturheilkunde wird Weihrauchextrakt zur Behandlung von chronischen Entzündungen, wie Polyarthritis, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa verwendet.