TANNE (Heilpflanze Januar)

Heilpflanze des Monats Januar: Tanne
TANNE | Abies pectinata

Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)

Blühzeit: Mai

Standort: Nordhalbkugel – bildet große Wälder

Besonderheiten:
Kann bis zu 70 Meter hoch und weit über 500 Jahre alt werden. Früher wurde aus dem Tannenharz das nach Zitronen duftende “Straßburger Terpentin“ gewonnen, das heute selten Verwendung findet.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde:
Zur Verwendung kommen Nadeln, Knospen und frisches Harz. Die Inhaltsstoffe (ätherisches Öl, Terpentin, Provitamin A) finden aufgrund ihrer antiseptischen, auswurffördernden und krampflösenden Wirkung Verwendung in der Behandlung von Bronchitis, Blasenentzündung, Zahnfleischbluten und rheumatischen Zuständen.

Als Umschläge kann Tanne bei Krampfadern, Hautgeschwüren und als Sitzbäder zusammen mit Eichenrinde bei Ausfluss und schlecht heilender Dammnaht nach Entbindung helfen.

Als Nahrungsmittel ist Tannenhonig eine herb-würzige nach Waldboden und Nadeln schmeckende kostbare Spezialität mit Besonderheiten: Tannen scheiden einen Stoff aus, der von Blattläusen aufgenommen wird. Den zuckerartigen Überschuss, den sie ausscheiden,  nehmen  Bienen auf und verarbeiten ihn zu Honig.

In der anthroposophischen Onkologie wird Tannenmistelextrakt zur Initialtherapie bei Chemo-/Strahlentherapie, Allergien, reduziertem Allgemeinzustand und Bronchial- und Prostatakarzinom eingesetzt.