MEERRETTICH (Heilpflanze Februar)

Heilpflanze des Monats Februar:
MEERRETTICH | Armoracia rusticana

Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)

Erntezeit: Herbst/Winter

Standort: leicht durchwurzelbare Lehm-und Lössböden

Besonderheiten:
Frostfest bis -50°C

Verwendung in der Pflanzenheilkunde:
Meerrettich enthält schwefelhaltige Senföle, die für den speziellen Geruch und die Schärfe verantwortlich sind.
Durch die flüchtigen Substanzen brennt Meerrettich, genau wie sein noch schärferer japanischer Bruder Wasabi, weniger auf der Zunge, sondern im Rachen, in der Nase und in den Ohren.

Er wirkt nicht nur entwässernd und verdauungsfördernd, sondern auch durchblutungssteigernd und antibakteriell, speziell auf Streptokokken und Problemkeime. Damit ist er geeignet, sowohl Erkältungskrankheiten der oberen Luftwege z.B. der Nasennebenhöhlen , aber auch Infektionen der ableitenden Harnwege wie z.B. der Blase zu behandeln und das Immunsystem zu stärken.

Als Fertigpräparat ist Meerrettich zusammen mit Kapuzinerkresse in Angocin Antiinfekt verarbeitet

Als Haartonikum reduziert er Haarausfall und fördert kräftigeres Wachstum.

Als Breiumschläge kann Meerrettich äußerlich bei Rheuma, Gicht und Insektenstichen helfen, sowie bei Muskelschmerzen und Zerrungen .

Als Reiz beim Einatmen der flüchtigen Senföle kann er Kopfschmerzen lindern und eine verstopfte Nase befreien.

Als Nahrungsmittel ist geriebener Meerrettich untrennbar mit Tafelspitz verbunden, kann aber auch zu allen Gerichten, zu denen Senf passt verwendet werden.

 

 

Fotos: Günther Havlena/Pixelio