WEINREBE (Heilpflanze im November)

Heilpflanze des Monats November:
WEINREBE | Vitis vinifera

Familie: Weinrebengewächse (Vitaceae)

Blüh- und Erntezeit: Mai-Spätherbst, die Trauben werden je nach Sorte bis in den Januar gesammelt, die Weinblätter bis August.,

Standort: sonnig, schwere Ton- und Lehmböden, mit Rankhilfe

Verwendung in der Pflanzenheilkunde: Wein ist nicht nur ein anregendes Getränk, über dessen Herstellung und Gebrauch sich eine große Kultur und Industrie entwickelt hat. Die Weinrebe ist auch eine vielfältige Heilpflanze. Dabei können sämtliche oberirdischen Pflanzenteile zur Anwendung kommen.

Die Rebblüten wirken nervenstärkend und die unreifen Trauben helfen bei Kopf-und Magenschmerzen.

Aus den reifen Trauben können Heilweine, aber auch alkoholische Extrakte, die wiederum als Auszugsmittel für andere Heilpflanzen von Nutzen sind, hergestellt werden. In den Schalen der Beeren sind die Resveratroledie Rotweinmoleküle –  enthalten, die blutzuckersenkend und antidiabetisch wirken. Durch die antioxidative Wirkung  hemmen sie  Krebszellwachstum und durch die entzündungshemmende Wirkung in den Gefäßen wirken sie Herz-Kreislauf Erkrankungen entgegen.

Jedoch sollte man hier besser die Auszüge nutzen, wie sie in Supplementen enthalten sind, da über-und regelmäßiger Alkoholkonsum gegenteilige Wirkung hat. Eine Tagesdosis von 150-500mg hat erfahrungsgemäß einen guten therapeutischen Effekt.

Weiterhin lassen sich aus den Traubenkernen, außer dem wertvollen Traubenkernöl, auch die OPC (Oligomere Procyanidine) Wirkstoffe gewinnen, die ähnliche Effekte wie die Resveratrole haben. Darüber hinaus haben sie in der Frauenheilkunde und bei Kinderwunsch durch ihre zyklusregulierende Wirkung große Bedeutung.

Zuletzt ist auch das rote Weinlaub eine ausgezeichnete Hilfe bei schweren Beinen, Venenschwäche und Neigung zu Krampfadern.

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