JOHANNISKRAUT (Heilpflanze im Oktober)

Heilpflanze des Monats Oktober: 
JOHANNISKRAUT | Hypericum perforatum

Familie: Johanniskrautgewächse (Hypericaceae)

Blüh- und Erntezeit: Juli-September

Standort: an Waldrändern, Wegen und Gebüschen, als Pionierpflanze passt sie sich besonders gut an neue vegetationsfreie Gebiete an.

Besonderheiten: Gilt als Anzeigepflanze für stickstoffarme, nicht-saure und mäßig feuchte Böden.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde:
Das gelbleuchtende Johanniskraut ist die Hauptheilpflanze bei depressiven Zuständen. Wie kaum eine andere Pflanze ist sie mit Sonne und Licht assoziiert, um Helligkeit in traurige Gemüter zu bringen.

Trockenextrakte als Fertigmedikament erwiesen sich in wissenschaftlichen Studien als wirksames Mittel bei leichten bis mittelschweren Depressionen.
Hierfür ist u.a. der Wirkstoff Hypericin verantwortlich, der in der tiefroten Substanz der Kelchblätter und Knospen enthalten ist.

Johanniskraut ist aber auch für andere Erkrankungen des Nervensystems, wie Angstzustände, Migräne, Schlaflosigkeit und Neuralgien eine wertvolle Heilpflanze. Auch bei Frauenleiden wie Regelschmerzen, Zyklusstörungen und Wechseljahrsbeschwerden wirkt es lindernd.

 Maria-Lanznaster /Pixelio

Johanniskraut © Maria-Lanznaster /Pixelio

Als Nebenwirkung kann es bei gleichzeitiger Einnahme und Sonnenbädern leichter zu Sonnenbränden kommen. Auch in der Schwangerschaft sollte es nicht verwendet werden.

In der Homöopathie wird es bei Stich- und Schnittverletzungen, auch mit Nervenschädigung verwendet.

Innere Anwendungen können auch als Tee, Tinktur oder Urtinktur erfolgen. Bei Depressionen ist jedoch der Trockenextrakt vorzuziehen.

Äußerlich angewandt kann „Rotöl“ als Einreibung bei Rheuma, Hexenschuss, Gicht und Sportverletzungen sowie bei Abschürfungen, Verbrennungen und Blutergüssen helfen.