KÜCHENSCHELLE / KUHSCHELLE (Heilpflanze April)

HEILPFLANZE DES MONATS APRIL:
Küchenschelle / Pulsatilla Pratensis

Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculacea)
Blütezeit:
April – Mai auf kalkhaltigen Böden, bevorzugt sonnige Standorte
Besonderheiten:
Besonders geschützt nach Bundesartenschutz

Verwendung in der Pflanzenheilkunde:
Frische Pulsatillapflanzen sind giftig und erzeugen Haut- und Schleimhautentzündungen. Getrocknete Pflanzen sind ungiftig.

In der Volksheilkunde wurden sie gegen Hautleiden, Menstruationsbeschwerden, bei Kopf-und Nervenschmerzen sowie Erkrankungen des Magen-Darmtraktes und der ableitenden Harnwege und zur Durchblutungsförderung verwendet.

Verwendung in der Homöopathie:
Pulsatilla ist ein häufig eingesetztes konstitutionelles Kindermittel und passt zu Kindern, die sehr anhänglich und empfindsam sind, schnell weinen und viel Zuwendung, Nähe und Trost benötigen. Es sind meist zierliche, feingliedrige Kinder mit ausgeprägten Ängsten vor Räubern, Geistern, Fremden. Die Stimmungen wechseln schnell und so auch die Symptome: eben noch Kopfschmerzen, jetzt Bauchweh; eben noch Spielen, jetzt lieber Hinlegen ……
Einsatzgebiete: Infektanfälligkeit, Mittelohrentzündung, Asthma, Bronchitis u.a.

Pulsatilla pratensis, Kuhschelle, KüchenschellePulsatilla – aufgenommen im Praxisgarten

In der homöopathischen Frauenheilkunde passt Pulsatilla zu eher rundlichen, blonden, Frauen, die fürsorglich und mütterlich sind, mit sanftem, nachgiebigem Temperament. Sie sind meist sehr emotional und haben nah am Wasser gebaut. Sie befinden sich gerne draußen an der frischen Luft. Fettes Essen vertragen sie schlecht, oft vergessen sie zu trinken
Einsatzgebiete: Menstruationsbeschwerden, Blasenreizung, Magenverstimmung, menstruelle Migräne, Geburtserleichterung, Stillproblemen u.a.

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