CHRISTROSE (Heilpflanze November)

HEILPFLANZE DES MONATS NOVEMBER:
Christrose/ Helleborus niger

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Familie:
Hahnenfußgewächse (Ranunculaeceae)

Blütezeit:
November – März

Standorte:
kalkhaltige Böden

Besonderheiten:
Die Christrose blüht antizyklisch, also anstatt wie andere Blühpflanzen im Frühjahr/Sommer, hat sie ihre Hauptblütezeit im Winter.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde:
Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders hoch ist der Gehalt an Helleborin im Wurzelstock. Eine Vergiftung erzeugt ähnliche Symptome wie durch Digitalis (Fingerhut).
Früher wurden mit der pulverisierten Wurzel Herzschwäche und Wahnsinn behandelt.
Aufgrund der Giftwirkung verzichtet man heutzutage aber auf die Verwendung der reinen Pflanze.

Verwendung in der anthroposophischen Onkologie:
Helleborus niger wird ähnlich wie die Mistel in der anthroposophischen Krebsbehandlung angewandt. Rudolf Steiner wies auf die Antitendenz beider Mittel hin – beide folgen nicht den Gesetzmäßigkeiten der Natur und blühen oder fruchten im Winter. Darin sah er Parallelen zur Krebserkrankung, bei der die Zellen ebenfalls entgegen der natürlichen Ordnung unkontrolliert wuchern. In der anthroposophischen Kinderonkologie gehört Helleborus zur Standardtherapie bei Hirntumoren, sowie u.a. auch bei Leukämien und Lymphomen bei Erwachsenen.

Verwendung in der Homöopathie
Helleborus ist ein bekanntes Mittel bei Schwächezuständen, Kreislaufkollaps und Schwindelanfällen.

In der homöopathischen Kinderheilkunde
In der homöopathischen Kinderheilkunde wird das Mittel häufig bei Entwicklungsverzögerung und Konzentrations – und Schulschwierigkeiten verordnet.