Bioidentische Hormone

Die Natur kopieren – aber richtig

Hormone sind Botenstoffe, die wichtige Vorgänge im Körper steuern und beeinflussen, deshalb ist ein ausgeglichener Hormonhaushalt für das körperliche und seelische Wohlbefinden überaus wichtig.

  • Östrogene regulieren z.B.den weiblichen Zyklus, sind wichtig für die Funktion der Eierstöcke und das zu Stande kommen einer  Schwangerschaft. Jede Abweichung wirkt sich auf den Zyklus aus und kann verantwortlich für einen unerfüllten Kinderwunsch sein. Der natürliche Östrogenmangel  in den Wechseljahren kann  eine Reihe von Beschwerden verursachen.
  • Schilddrüsenhormone beeinflussen den gesamten Energiestoffwechsel, die Herz-Kreislauf-Funktion und die Verdauung, sowie die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern – auch ungeborenen. Eine Schilddrüsenüber- oder unterfunktion kann sich ebenfalls ungünstig auf die Fruchtbarkeit auswirken.
  • Insulin – das Bauchspeicheldrüsenhormon, senkt nach jeder Nahrungsaufnahme den Blutzucker und bringt Energie spendende Glucose in die Körperzellen. Fehlfunktionen können Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas und Diabetes verursachen und auch den Kinderwunsch negativ beeinflussen.
  • Cortisol ist ein lebenswichtiges Hormon, dass zu unterschiedlichen Tageszeiten in unterschiedlichen Mengen freigesetzt wird. Es gehört wie Adrenalin zu den Stresshormonen und stellt dem Körper energiereiche Verbindungen zur Verfügung. Es wird bei körperlichem und psychischem Stress vermehrt ausgeschüttet. Das kann zu erhöhtem Blutdruck, Blutzuckerschwankungen und damit Gewichtzunahme,  etc. führen. Ein Cortisolmangel mitverursacht Burn Out, Erschöpfung, Abwehrschwäche, Verdauungsstörungen, niedrige Körpertemperatur…

Bei der ganzheitlichen Betrachtung des Hormonsystems, sowohl von Frauen als auch Männern, spielt die Regulation mit bioidentischen Hormonen eine große Rolle.

 

Bioidentische Hormone werden aus pflanzlichen Wirkstoffen hergestellt und entsprechen in ihrer chemischen Struktur zu 100% den natürlichen Hormonen. Dieser Umstand führt dazu, dass das Hormonsystem sie als körpereigen erkennt und in seine natürlichen Synthesepfade einbaut, ohne die empfindliche Balance zu stören. Sie werden in einer Gelgrundlage verarbeitet und als transkutane Einreibung angewandt. Der Vorteil gegenüber der Tabletteneinnahme liegt darin, dass die Dosisanpassung sehr individuell vorgenommen werden kann, da nicht erst der Weg über die Entgiftungsfunktion der Leber (First Pass Effekt) genommen werden muss.

Zur Diagnostik bietet sich die Überprüfung des Hormonstatus mittels Speichelanalyse an, da im Speichel (Saliva) nicht die im Blut gelösten, sondern die biologisch-aktiven Hormone gemessen werden können.

 

 

 

Hintergrundfoto:Ruth Blaes/Pixelio